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Öffnungszeiten

Bis auf weiteres geschlossen!
Dienstag - Sonntag, 9 - 18 Uhr
Einlass bis 17.00 Uhr
(an Feiertagen auch montags geöffnet!)

Telefon

Info-Service: +49 (0)7461 / 926 3200
Museumskasse: +49 (0)7467 / 1391

Adresse

Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck
Museumsweg 1
78579 Neuhausen ob Eck

Anreise

Mit der Bahn nach Tuttlingen,
von dort mit dem Bus 340 nach
Neuhausen ob Eck (Fahrplan nach Neuhausen / Fahrplan nach Tuttlingen).
Mit dem Auto über die B 311
nach Neuhausen ob Eck.

Das digitale Museum

Wir machen für Euch Geschichte – selbst während wir geschlossen haben.

Strohflechten

Schulen und Kindergärten geschlossen, das soziale Leben auf ein Minimum beschränkt – auch für uns Museumsmitarbeiter ist das eine komplett neue Situation. Wir haben schon alles für die Saisoneröffnung vorbereitet, die nun so nicht stattfinden kann. Aber eines ist sicher: gemeinsam kommen wir sicher gut durch die Zeit. Damit euch Zuhause nicht langweilig wird und ihr uns nicht vergesst, haben wir uns etwas für euch ausgedacht – unser digitales Museum. In der Zeit bis zur Wiedereröffnung wird es einen bunten Strauß an Informationen und Mitmach-Aktionen für euch geben: Bilder und Informationen aus dem Museumsalltag, Rezepte, Basteltipps – lasst euch überraschen!

6. April

Zuckerhase zum Osterspaß

Die Karwoche

Gestern, am Palmsonntag, hat die Karwoche begonnen. Karwoche? Was ist das denn eigentlich? Wie hängt das mit Ostern zusammen? Und wie sah das früher aus mit der Zeit um Ostern?
Die Karwoche ist im christlichen Glaube die letzte Woche der vor-österlichen Fastenzeit. Innerhalb dieser Woche liegt der Ostersonntag, aber ebenso auch Karfreitag und Gründonnerstag. Es ist vielleicht nicht ganz unwichtig zu erwähnen, was an den jeweiligen Feiertagen denn überhaupt gefeiert, bzw. begangen, wird.
Am Palmsonntag zog Jesus auf einem Esel in Jerusalem ein. Am Gründonnerstag fand das letzte Abendmahl statt, Jesus wurde von Judas verraten und dann gefangengenommen. Am Karfreitag wurde Jesus ans Kreuz genagelt, nachdem er es zum Kreuzigungshügel tragen musste, und starb. Am Ostersonntag feiert man die Auferstehung Jesu von den Toten und seinen Aufstieg in den Himmel. 

Innerhalb der Karwoche stellen Karfreitag und Karsamstag die Tage der Trauer dar. Im kirchlichen Jahr sind dies die einzigen Tage, an denen keine heilige Messe gefeiert wird. Die Kirchenglocken schweigen von Karfreitag bis Ostersonntag. Und ab Palmsonntag werden in den Kirchen die Kreuze verhüllt.

Früher war Ostern noch ein viel wichtigeres Fest als heute, da die Kirche den Alltag der Menschen noch viel stärker bestimmte und Ostern nun mal das Hochfest der christlichen Kirchen darstellt. Die Geschenke waren nicht so üppig wie heute, allenfalls gab es für die Kinder gefärbte Eier oder ein Zuckerei. Weil die Kirchenglocken nicht geläutet wurden, zogen die Kinder mit Rätschen durch die Straßen um die Uhrzeit zu verkünden. Dafür erhielten sie einen kleinen Obulus. Auch wurde am Karfreitag streng gefastet und auf Fleisch verzichtet. Da Fisch aber beim Fasten nicht als Fleisch gilt, ist der Karfreitag der traditionelle Tag des Fischgerichtes. 
Welche Osterbräuche kennt ihr aus eurer Gegend und eurer Kindheit? Färbt ihr Eier? Und wer hat schon einmal den Osterhasen gesehen? 

3. April

Es ist Freitag und damit Zeit für unser Museumsquiz! Diese Woche lautet das Thema: Handwerk. Viele Handwerke wie die Wagnerei oder die Küferei stehen vor dem Aussterben, weil ihre Ergebnisprodukte nicht mehr gebraucht werden oder mittlerweile billiger und schneller industriell gefertigt werden. Viele solcher Handwerksbetriebe können nur noch als kleine, spezialisierte Manufakturen existieren.

  1. Das Wagnerhandwerk ist ein beinahe ausgestorbenes Handwerk. Der Name verrät es fast, was stellt denn ein Wagner her?
  2. Wie nennt sich der kühle und feuchte Webkeller?
  3. Die Strohflechterei war im Süden Deutschlands vor allem in einer Region präsent. In welcher?
  4. Vor der Erfindung der Tupperware war welcher Handwerker damit beschäftigt, Ess- und Kochgeschirr zu fertigen?
  5. Tuttlingen ist für etwas berühmt geworden, was aus Leder hergestellt wird. Firmennamen wie „Rieker“ oder „Solidus“ erinnern bis heute daran. Was ist gemein?

Viel Spaß beim Rätseln – es gibt wieder zwei Freikarten zu gewinnen! Sendet die Lösung an info@freilichtmuseum-neuhausen.de.

2. April

Kirche Tischardt im Schnee
Albdorf im Winter
Bärbelehaus im Schnee
Schwarzwald im Schnee

Ungewöhnliche Wetterereignisse …

Letztes Wochenende, Samstag, strahlender Sonnenschein und mancherorts fast 20 Grad Celsius. am Tag darauf: Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt, Schneefall. Die Bilder, die ihr unten sehen könnt stammen von Montag, 30. März. Das Museum ist mit Schnee bedeckt. So eine prägnante Änderung innerhalb eines Tages. Wetteranomalien, wie späte Kälteeinbrüche sind nichts außergewöhnliches, kommen in den letzten Jahren gehäuft vor, unter anderem bedingt durch den Klimawandel. Außergewöhnlich werden die Anomalien dann, wenn sie in ihrer Intensität auffällig sind. Vor dem Schwarzen Tod, der großen Pestwelle des 14. Jahrhunderts, gab es 1346/47 eine Kälteanomalie mit viel Niederschlag. Das Getreide verfaulte auf den Feldern, die Ernährungslage war schlecht. Eine wissenschaftliche Theorie besagt, dass die Pest so viele Opfer in Europa fand, weil die Menschen durch Hungersnöte wie die von 1346/47 schon so geschwächt waren. Und wie bei Seuchen titulierte man auch bei unnatürlichen Wetterphänomenen zu Unrecht schnell die vermeintlich Schuldigen: den Teufel, Hexerei oder Juden. Doch mit dieser Thematik wird sich ein anderer Artikel unseres Digitalen Museums beschäftigen. Wir sind uns sicher – der Schnee hat nichts mit bösen Vorboten oder Hexerei zu tun, und schon heute scheint die Sonne wieder.

1. April

Es war einmal …
… ein verzauberter Prinz. Der fand sich eines morgens in einem Blätterhaufen auf einem Gelände voll mit Häusern, Tieren und Menschen, die in seltsamer Kleidung mit Kutschen ohne Pferde durch die Gegend fuhren. Der Prinz wusste nicht so recht, was da mit ihm geschehen war … vor einigen Tagen residierte er doch noch in seinem Schloss am schönen Bodensee. Außerdem, da war er sich ganz sicher, sah er auf einmal komplett anders aus … irgendwie war die Welt um ihn herum viel größer, seine Haut war grünbraun und er verspürte einen Heißhunger auf Regenwürmer.
Und dann kam da noch so ein komischer Mann, der ein Blitzdings auf ihn gehalten hat. Irgendwas stimmt da gar nicht … vor allem als der Mann meinte: „Jetzt braucht es nur noch ein Maidle, dann wird aus der Kröte ein Prinz!“ Kröte – ja geht es denn noch? Der weiß ja wohl nicht, wen er da vor sich hat – Pah!

31. März

Schlechte Dämpfe und Teufelszeug – Was man früher über Krankheiten dachte

Viren und Bakterien – die Entdeckung dieser krankmachenden Überträger ist noch gar nicht so lange her. Erst im 19. Jahrhundert entdeckten Forscher wie John Snow oder Robert Koch, dass Bakterien als Krankheitsüberträger fungierten, das heißt, dass sie Krankheiten auslösten. Auch Viren konnten erst in den 1890er Jahren erstmals wissenschaftlich nachgewiesen werden.
Doch wie hat man sich vor den Fortschritten der Wissenschaft das Auftreten und die Übertragung von Krankheiten erklärt? Nicht außer Acht zu lassen ist hier eine religiöse Komponente: So wurden (und bisweilen werden) Krankheiten oft als eine Strafe Gottes oder eine Tat des Teufels angesehen. Die Menschen, und auch die Kirche, suchten den Grund für massenhaft auftretende Krankheitsfälle, wie sie beispielsweise während der Pest der Fall waren, in ihrem eigenen Verhalten. Die Menschen starben wie die Fliegen, Leid und Elend traf die Überlebenden – irgendetwas mussten sie falsch gemacht haben, sonst würde Gott so etwas nicht zulassen. Man versuchte, den Allmächtigen durch Fasten und Beten gnädig zu stimmen. Auch die sogenannten Geißlerzüge, Menschen, die sich körperlich bestraften um Buße zu tun, waren unter anderem eine Begleiterscheinung des Schwarzen Todes. Allerdings erreichten sie genau das Gegenteil dessen, was sie eigentlich beabsichtigten: die wandernden Menschengruppen verbreiteten die Krankheit nur noch weiter.

Doch versuchten Gelehrte schon in der Antike und später auch im Mittelalter Erklärungen für das Auftreten von Krankheiten zu finden, die nichts mit Gott zu tun hatten. Äußerst verbreitet war die Theorie des „Miasmas“. Das Miasma bezeichnet eine Art krankheitsauslösenden Stoff, der durch Faulprozesse in der Luft und in Gewässern jeglicher Art entsteht. So dachte man beispielsweise, dass Cholera durch die schlechten Gerüche der Flüsse entsteht und übertragen wird. So falsch war das gar nicht – war es im Fall der Cholera tatsächlich das Wasser, das die Krankheit verbreitete. Aber nicht über Miasmen, sondern schlicht durch Bakterien. Die Flüsse wurden in früheren Zeiten nämlich als Kloake missbraucht und sämtliche Abwässer einer Siedlung ungefiltert hineingeleitet. Das bot den Bakterien einen idealen Nährboden. Was Entstehung und Verbreitung von Seuchen betraf lagen folglich die Menschen mit den Miasmen gar nicht so falsch – nur erkannten sie die wirklichen Auslöser von Krankheiten noch nicht. Die Menschen bekämpften die Miasmen – und tätigten teilweise so unwissentlich wirksame Schritte gegen die Krankheitsverbreitung. Z.B. führte die Angst vor krankmachenden Miasmendämpfen im Mittelalter dazu, dass viele Menschen die Öffentlichkeit mieden und in ihren Häusern blieben – gar nicht unähnlich der heutigen Quarantäne. Seuchen-Tote wurden außerhalb der Stadt beerdigt, ihr Hab und Gut verbrannt, Sümpfe trockengelegt, Handelsschiffe im Hafen unter Quarantäne gestellt bis sie entladen werden durften, Kranke und Fremde isoliert; alles um die Entstehung weiterer Miasmen zu verhindern – und all dies Schritte, die gegen die Ausbreitung von Seuchen tatsächlich wirksam waren.

Mit unserem heutigen Wissen ist es für uns viel einfacher, gegen Krankheitsverbreitung vorzugehen und uns vor Krankheiten zu schützen. Gerade im Moment gilt: regelmäßig und sorgfältig die Hände waschen, Abstand zu unseren Mitmenschen einhalten und am besten zuhause bleiben.

Literaturempfehlungen zum Thema:
– Rothschuh, Karl Eduard: Konzepte der Medizin in Vergangenheit und Gegenwart, Stuttgart 1978.
– Metzke, Hermann: Lexikon der historischen Krankheitsbezeichnungen, Neustadt / Aisch 1995.
– Vasold, Manfred: Grippe, Pest und Cholera. Eine Geschichte der Seuchen in Europa, Wiesbaden 2015.

30. März

Unsere berühmten Neuhauser Dünnele – oder wie man den Montagsblues bekämpft.

Auch im Homeoffice gibt es ihn – den Montagsblues. Nochmal im Bett rumdrehen, die nervige Telefonkonferenz auf den nächsten Tag verschieben – das wäre was. Doch das ist leider nicht immer möglich und so haben wir heute etwas gaaaanz besonderes für euch, direkt aus unserer Museumsschatzkiste: das Rezept für unsere beliebten und bekannten Dünnele. Doch Stopp – Dünnele, was sind das eigentlich? Dünnele, je nach Region auch Dinnete oder Dünne genannt – ist die südeutsche Version der Pizza!

Ihr braucht dafür:
– 1 kg Weizen- oder Dinkelmehl (Typ 812)
– 30 g Salz
– 42 g Hefe („einen Bollen“)
– 0,6-0,7 l Wasser
Das Ganze verarbeitet ihr zu einem glatten Teig, den ihr gehen lassen müsst. Danach zu kleinen, flachen Böden formen und nun kommt das Beste: belegen! Bei uns im Museum gibt es Dünnele mit den verschiedensten Belägen: Speck, Käse, Kräuter oder sogar süß mit Apfel und Zimt. Wichtig ist, dass ihr immer eine Masse aus Schmand, Eiern und Gewürzen unter den Belag streicht – sonst wird das Ganze eine trockene Angelegenheit. Die fertig belegten Dünnele bei hoher Temperatur (210 Grad Umluft) in den Backofen einschießen, dann mit der Temperatur zurückgehen und die Dünnele goldbraun backen! En Guate!
PS: Wir freuen uns über Bilder eurer fertigen Backwerke! Und, wünscht sich jemand auch das Rezept für unseren pikanten und süßen Belag?

27. März

Auch für dieses Wochenende gibt es wieder ein kleines Quiz. Da ihr momentan unser Museum ja nicht besuchen könnt, ist das Quiz mit Hilfe unserer Webseite und des Internets lösbar. Schickt die Lösungen wie auch letzte Woche bis Sonntagabend, 20 Uhr, per facebook-Nachricht oder Email (info@freilichtmuseum-neuhausen.de) an uns. Zu gewinnen gibt es zwei Freikarten – auf dass wir uns hoffentlich bald wieder im Museum sehen – die wir unter allen richtigen Einsendungen verlosen. Das Thema dieses Quiz: unsere Museumstiere.

1. Ab Mitte April leben in unserem Museum zwölf rüsselnasige Gefährten. Unsere Museumsschweine. Sie werden trainiert und ab Mitte Mai bei der täglichen Schweinehut durchs Museumsdorf geführt. Wisst ihr, welcher Rasse unsere Museumsschweine angehören?
2. Die Ziege – sie leben bei uns im Tagelöhnerhaus – wird auch als „Kuh des armen Mannes“ bezeichnet. Warum?
3. Wie heißen die zwei Esel, die in unserem Weberhaus Dautmergen leben?
4. Wie heißt das Gewässer, in dem unsere Museumsgänse täglich ein Bad nehmen? Kleiner Tipp: diese Wasseransammlungen sind überall auf der Schwäbischen Alb zu finden und stellten die Wasserversorgung des Dorfes sicher.
5. Wie schwer kann eines unserer Museumshühner werden?

Viel Spaß und Glück beim Rätseln!

26. März

Der Schwarze Tod – die Pest in Württemberg

In den Jahren 1346 bis 1353 suchte eine der folgenreichsten Pandemien der Weltgeschichte Europa heim: die Pest, in dieser Phase auch Schwarzer Tod genannt. Ursprünglich kam die Krankheit aus Zentralasien und verbreitete sich durch den Rattenfloh über den Mittelmeerraum bis ins Gebiet des Heiligen Römisches Reiches Deutscher Nation und darüber hinaus. Die Pest wird vom Bakterium Yersinia pestis übertragen und kann in verschiedenen Formen auftreten. Während der Zeit des Schwarzen Todes waren das Beulen- und Lungenpest.

Forscher gehen heute davon aus, dass die Pest Württemberg im Jahre 1349 erreichte. Denn interessant ist eines: es gibt keine Quellen, die über die Pest berichten. Forscher können also nur über so genannte Sach- oder Sekundärquellen auf ein Vorhandensein der Pest schließen. Ganz klassisch sind das zum Beispiel vorgefundene Massengräber, die auf den Zeitraum um 1350 datiert werden können und deren sterbliche Überreste das Pest-Bakterium nachweisen lassen. Aber auch so genannte Urbare, das sind Besitzbücher, können Hinweise auf die Pest geben. In diesen Urbaren wurde festgehalten, welche Dörfer Klöstern oder Herrschaften gehörten und welche Abgaben sie zu leisten hatten. Nach der großen Pestwelle fehlen beispielsweise im Bebenhäuser Urbar einige Dörfer auf der Besitzliste – man spricht davon, dass sie „wüst gegangen“ sind. Doch warum werden aus Dörfern Wüstungen? Hier greift wieder die Pest in die Erklärung ein: sterben innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes viele Menschen in einem Dorf, ist das Dorf nicht mehr überlebenstüchtig. Die Felder können nicht mehr bestellt werden, die Infrastruktur und Ordnung bricht zusammen. Die wenigen verbliebenen Bewohner wandern in andere Dörfer ab. Natürlich gehen Dörfer auch aus anderen Gründen wüst: wenn der Ackerboden beispielsweise ausgelaugt ist oder wenn es durch kriegerische Handlungen zerstört wurde. Wenn ein Dorf im Jahr 1349 in Württemberg wüst ging, war die Wahrscheinlichkeit jedoch sehr hoch, dass das eine Folge der Pest war. Doch Europa und damit Württemberg war nach den 1350er Jahren nicht von der Pest befreit. Diese kehrte zyklisch immer wieder in die Gegend zurück, oft auch als Begleiterscheinung von kriegerischen Handlungen, da Soldatenheere die Krankheit von Ort zu Ort trugen. Dies zog sich auf dem heutigen deutschen Staatsgebiet bis in das 18. Jahrhundert.

Und ebenfalls gilt es eines zu beachten: Pest ist nicht gleich Pest. Früher wurde der Begriff Pest allgemein für seuchenartige Krankheiten benutzt. Auch war die Medizin noch nicht so weit, dass verschiedene Krankheiten eindeutig voneinander unterschieden werden konnten. Die Pest, wenn sie in Quellen als solche bezeichnet wurde, konnte also die wirkliche Pest sein, aber auch andere Krankheiten wie Cholera oder Milzbrand.

Weiterführende Literaturtipps:
– Bergdolt, Klaus: Der Schwarze Tod in Europa, C.H. Beck, München 1994.
– Froben Christoph von Zimmern: Die Zimmerische Chronik, 1540/1566, online: wikisource.org. (Eine Familienchronik über die Herren von Zimmern, damalige Besitzer der Burg Wildenstein, in der die Pest immer wieder sehr eindrücklich geschildert wird.)
– Wille, Wolfgang: Das Bebenhäuser Urbar von 1356, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2015.

25. März

Als es während der Schulzeit noch keine Handys gab, war das Himmel-und-Hölle-Fingerspiel äußerst beliebt. Damit ließ sich unter anderem herausfinden, was denn das geeignete Mittagessen wäre und welche Shirtfarbe man morgen tragen sollte.
Unsere Azubine Evelyn hat euch eine tolle Anleitung dafür erstellt, die ihr entweder nur für euch oder auch mit euren Kindern nachbasteln könnt.
Viel Spaß!

24. März

Ja, war denn da ein Eichhörnchen am Werk? Oder sind Tannenzapfen die neue Währung?
Nein, unsere Museumsmitarbeiter haben die Tannenzapfen fleißig gesammelt. Jetzt fragt ihr euch sicher warum … so viel sei verraten, wir brauchen die Zapfen in unserem Museumsalltag.
Wer von euch hat eine Idee, für was sie nötig sind? Okay, wir verraten es: Die Zapfen werden entweder als Brennhilfe für unsere Öfen verwendet oder getrocknet, um die Samen daraus zu gewinnen.

23. März

Pandemie – Ein neues Phänomen?

Der Begriff ‚Pandemie‘ ist gerade überall zu hören und zu lesen. Corona-Pandemie, Krankheits-Pandemie, Covid19-Pandemie … aber was ist denn eigentlich eine Pandemie? Und ist das ein Phänomen, das es erst seit kurzer Zeit gibt?

So viel vornweg – nein. Pandemien gibt es schon, seit Menschen die Erde bevölkern. Als Pandemie wird nämlich die weltweite Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen bezeichnet. Das unterscheidet sie auch von der Epidemie – eine Epidemie ist räumlich begrenzt. Während sich die Pandemien früher hauptsächlich über Menschen auf den Handelsrouten und damit Schiffe verbreiteten, spielt heute das Flugzeug eine große Rolle.
Besonders bekannt ist die Pest-Epidemie des späten Mittelalters, auch bekannt als ‚Der Schwarze Tod‘. Später grassierten immer wieder Krankheiten wie Pest, Cholera, Typhus, Pocken oder auch Grippeviren pandemisch. Auch die Spanische Grippe von 1918 bis 1919 gehört zu den großen Pandemien. Das klingt jetzt erst einmal sehr gruselig – aber dabei gilt es eines zu bedenken: die Medizin entwickelt sich von Tag zu Tag weiter und wird ausgefeilter, die Wissenschaft macht unglaubliche Fortschritte und auch die allgemeine Hygiene wird überall auf der Welt besser. Während die Menschen im Mittelalter gegen die Pest nicht viel mehr tun konnten als zu beten und die Häuser auszuräuchern, werden heute Impfstoffe entwickelt und es gibt Krankenhäuser, die sich professionell um die Erkrankten kümmern können. Wenn wir alle zusammenhelfen, dann werden wir die Pandemie überstehen. Also: bleibt Zuhause, wascht euch die Hände und achtet auf eure Mitmenschen!

In der nächsten Zeit werden wir euch mit Informationen über historische Pandemien, aber auch über das Thema ‚Krankheit früher‘ versorgen. Denn eines ist gerade in Krisenzeiten wichtig: Bildung und die Fähigkeit, wahre von unwahren Fakten zu unterscheiden.

19. März

Für das kommende Wochenende haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: ein Museums-Quiz. Da ihr momentan unser Museum ja nicht besuchen könnt, ist das Quiz mit Hilfe unserer Webseite und des Internets lösbar. Schickt die Lösungen bis Sonntagabend, 20 Uhr, per facebook-Nachricht oder Email (info@freilichtmuseum-neuhausen.de) an uns. Unter allen richtigen Lösungen verlosen wir zwei Freikarten für unser Museum. Das Thema des Quiz: unsere Museumshäuser.

1. Unser Schwarzwaldhof kommt aus Schonach und war letztes Jahr „Haus des Jahres“. In welchem Jahr wurde er ursprünglich an seinem alten Standort erbaut und wann wurde er im Museum wiederaufgebaut?
2. Schul- und Rathäuser sind geschlossen – auch bei uns im Museum. Woher kommt denn unser Schul- und Rathaus?
3. Es zischt und brodelt, es raucht und riecht nach Kohle. Ein Blasebalg ist zu hören, ebenso Hammerschläge auf einem Amboss. Welches Gebäude ist gemeint?
4. Während des Wiederaufbaus im Museum brannte dieses Gebäude am 1. April 1998 ab. Nach der Rekonstruktion dient dieses Haus heute vor allem der Museumspädagogik und in seinem Erdgeschoss ist eine Wagnerei eingerichtet.
5. Dieses Gebäude ist das älteste Gebäude unseres Museums – und es ist lautstark im ganzen Museum zu hören.

Viel Spaß beim Knobeln und wir sind sehr gespannt auf eure Einsendungen!

19. März

Der Museumsgasthof Ochsen wird von Franz Noll und seinem Team betrieben. Bei schönem Wetter ist es wunderbar, im Biergarten zu sitzen und die Sonne zu genießen und dabei lecker zu essen. Auch der Gasthof hat mit der Corona-Krise zu kämpfen, hat sich aber etwas ganz Tolles ausgedacht: einen Lieferdienst für Zuhause! Ihr könnt also weiterhin seine deutsch-ungarischen Spezialitäten genießen. PS: Die Volontärin empfiehlt die Kässpätzle mit ganz viel Zwiebeln …

18. März

Zu Beginn des Jahres beschäftigte uns das Sturmtief Sabine, das auch bei uns im Museum kleinere Schäden angerichtet hat. Zum Beispiel wurde der Gartenzaun unseres Haldenhofs umgeweht. Unser Handwerkerteam hat einen Neuen gebaut, so dass der Garten nun wieder bepflanzt werden kann. Wusstet ihr das? Alle Zäune in unserem Museum werden von unserem Team von Hand gebaut – mit selbst gesägten Balken und handgeschmiedeten Eisennägeln aus unserer Museumsschmiede – so dass alles schön authentisch aussieht!

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