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Öffnungszeiten

30. März bis 27. Oktober 2019
Dienstag - Sonntag, 9 - 18 Uhr
Einlass bis 17.00 Uhr
(an Feiertagen auch montags geöffnet!)

Telefon

Info-Service: +49 (0)7461 / 926 3204
Museumskasse: +49 (0)7467 / 1391

Adresse

Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck
Museumsweg 1
78579 Neuhausen ob Eck

Anreise

Mit der Bahn nach Tuttlingen,
von dort mit dem Bus nach
Neuhausen ob Eck.
Mit dem Auto über die B 311
nach Neuhausen ob Eck.

Eckdaten

Erbaut: 1767
Ehemaliger Standort: Peterzell
In Betrieb bis: um 1950 mit Wasserkraft, elektrisch bis 1979
Wiederaufbau: 1988

Besonderheit: oberschlächtiges Wasserrad, tägliche Vorführung um 11 und um 15 Uhr

B1 Hausmühle Peterzell

Unsere Getreidemühle stand ursprünglich im Harzerloch bei Peterzell, Stadt St. Georgen im Schwarzwald, und lieferte den Eigenbedarf an Mehl für den Hochbronner Hof. Es gab hier keinen professionellen Müller; das Mahlen besorgte der Bauer oder einer seiner Knechte. Die hofeigene Mühle machte den Waldbauern frei vom Bann an die Mühle des Grundherrn, erforderte aber eigene Wasserkraft.

Das kleine Gehäuse ist ein sehr sorgfältig abgezimmerter reiner Holzbau. Das Ständergerüst ist bis auf Brüstungshöhe mit starken Holzbohlen, darüber mit senkrechten Brettern zwischen stabilisierenden Pföstchen aufgefacht, die für aussteifende Kopfbänder Platz lassen. Das Innere ist bis in den sauber verschalten Dachraum offen, um für das Beschütten des Mahlwerks genügend Kopfhöhe zu erhalten. Darauf muß das Dachtragwerk Rücksicht nehmen, dessen Spitzbinder mit ihren Zugbalken so angeordnet sind, daß sie nicht behindern.

Eine Mühle bei Hochbronnen findet sich erstmals in einem Lagerbuch aus dem Jahre 1687. Die Mühle, die im Freilichtmuseum zu sehen ist, wurde laut Inschrift über der Tür im Jahre 1767 erbaut. Der Erbauer war „ARF“, was vermutlich Andreas Rosenfelder heißt. Das Harzlochbächle, das sommers wie winters genug Wasser führte, trieb das Wasserrad an. Der gleichmäßigen Wasserzufuhr dienten zwei gestaute Weiher mit 12 Ar Wasserfläche. Im Mühlkanal tummelten sich Forellen – eine Idylle.

Der Bauer mahlte selbst. Sieben „Sester“ Frucht wurden auf einmal gemahlen, das ergab eine „Bachete“. Roggen war die Hauptfrucht für das Brotmehl. Hinzu kamen aber auch andere Getreidesorten, vor allem Hafer und Dinkel, später auch Weizen, etwa für das „Habermus“, das man mit Milch gekocht zum Morgenessen verzehrte.

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