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Öffnungszeiten

30. März bis 27. Oktober 2019
Dienstag - Sonntag, 9 - 18 Uhr
Einlass bis 17.00 Uhr
(an Feiertagen auch montags geöffnet!)

Telefon

Info-Service: +49 (0)7461 / 926 3204
Museumskasse: +49 (0)7467 / 1391

Adresse

Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck
Museumsweg 1
78579 Neuhausen ob Eck

Anreise

Mit der Bahn nach Tuttlingen,
von dort mit dem Bus nach
Neuhausen ob Eck.
Mit dem Auto über die B 311
nach Neuhausen ob Eck.

Verabschiedung Unserer Hauswirtschafterin Angelika Hepfer

Verabschiedung unserer Hauswirtschafterin Angelika Hepfer

Angelika Hepfer aus Neuhausen ob Eck ist in den Vorruhestand verabschiedet worden.

Hepfer nahm am 1. April 1988 schon vor der Eröffnung des Freilichtmuseums ihre Arbeit als Hauswirtschafterin im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck auf. Als eine der ersten im Museumsteam hat sie mitgeholfen, das Museum aufzubauen. Viele ehemalige Weggefährten kamen zur Verabschiedung von Hepfer in den Schafstall. Angelika Hepfer hat Spuren im Freilichtmuseum hinterlassen, die für viele Besuchergenerationen der Zukunft sichtbar und spürbar sein werden.

Museumsleiterin Almut Grüner hob in ihrer Laudatio die zahlreichen Einsatzspektren von Hepfer hervor. Als Bäckerin hat sie das Backhäusle voll im Griff und genau zum richtigen Zeitpunkt die richtige Backhitze. So hat sie in der über 30-jährigen Arbeit beim museumspädagogischen Projekt „Vom Korn zum Brot“ mit über 100 000 Schülern Dünnele gebacken. Auch bei Großveranstaltungen waren die Dünnele eine heiß begehrte Backware. Als „Sauflüsterin“ hat sich Hepfer einen Namen gemacht. Als die Idee der Schweinhut im Jahr 2000 aufkam, war sie die Ideengeberin und setzte seither die Aktion, die zu einer der Hauptattraktionen in der Museumssaison aufgestiegen ist, um. Mit enormer Geduld und viel Einfühlungsvermögen bereitete sie die zehn Schwäbisch-Hällischen Schweine auf ihren ersten Weg durch das Museumsdorf vor und faszinierte mit ihren Berichten bei 1240 „Schweinehut“ über die Schweinehirten, die ein hartes Leben fristeten. Als Urheberin der Veranstaltung Rauhe Kost hat Hepfer bewiesen, wieviel Gespür sie für museumsnahe Themen hatte. Nur an diesem Tag, zu Ende der Saison wird in vielen Museumshäusern nach historischem Vorbild gekocht. Aber auch hinter den Kulissen stand für Angelika Hepfer das Wohl der Museumsbesucher oben an. Mit viel Liebe zum Detail pflegte sie Tisch- und Bettwäsche, Kleidungsstücke und viele andere Einrichtungsgegenstände, die die Häuser so aussehen lassen, als wären sie tatsächlich noch bewohnt. Unvergessen bleiben die Festdekorationen, die Hepfer aus museumseigenen Wild- und Gartenblumen kunstvoll und kreativ gestaltete. Sie war bei ihren Arbeitskollegen für ihren Humor, ihre ehrliche Art und klaren Analysen sehr geschätzt. Auch hatte sie ein Auge für Details und Dinge, die von anderen übersehen wurden. Mit ihrem Mann Willi Hepfer war sie auch in der Landwirtschaft mit ihren Geräten aktiv. In mehreren Fernsehsendungen war das Ehepaar als homogenes Duo mit Traktor und Mähwerk zu bewundern.

Kulturwissenschaftler Christof Heppeler zeichnete das Wirken des „Urgesteins“ Hepfer in Bildern nach und gab Anekdoten und Geschichten der „Alleskönnerin und Wissen und Gedächtnis des Museums“ preis. „Wir werden dich vermissen“, sprach Heppeler, im Sinne der zahlreichen Gäste, aus dem Herzen. Kulturdezernent Michael Guse dankte im Namen des Landratsamtes für die über 30-jährige Arbeit im Freilichtmuseum. Für die naturverbundene Pflanzenliebhaberin Angelika Hepfer gab es Grünpflanzen und die besten Wünsche für den wohlverdienten Ruhestand. Bei Wurstsalat und Landbrot wurden noch viele Geschichtchen und unvergessene Anekdoten ausgetauscht.

Foto: Winfried Rimmele

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