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Die »Raue Kost« im Freilichtmuseum Neuhausen: Kulinarik nach herkömmlicher Art

Am Sonntag, 25. Oktober, steht ab 11 Uhr das Freilichtmuseum ganz im Zeichen der „Rauen Kost“ von der Alb. In den Küchen dampft und zischt es, überall duftet es nach frisch zubereiteten Speisen: Durchprobieren ist erwünscht!

Frau am alten Herd
»Raue Kost« wird am Sonntag, 25. Oktober, in den historischen Küchen des Freilichtmuseums Neuhausen ob Eck gekocht. Kosten natürlich erlaubt!

Jedes Jahr werden an der Rauen Kost die Feuer in den alten Herden der historischen Häuser geschürt: Die Museumsmitarbeiter kochen einfache, heute schon fast unbekannte Rezepte nach – und die Besucher dürfen gerne kosten. Auf dem Speiseplan steht die traditionelle „raue“ Alltagskost der ländlichen Bevölkerung: Habermus, Rietemer Gmootz, Straubeze, Brotsuppe, gedämpfte Erdäpfel und Zichorienkaffee und speziell für das Museum gebackenes Linsengerstbrot, das es heute beim Bäcker gar nicht mehr gibt.

Leckere Gerüche ziehen durchs Museum und vermischen sich mit dem Duft des Herbstes – der längst Einzug ins Museumsdorf gehalten hat. Wer Interesse an einer Verkostung hat, bringt am besten ein eigenes Schüsselchen oder einen eigenen Suppenteller und einen Löffel mit. Vor Ort kann spontan auch Einweggeschirr gekauft werden, dafür sollte Kleingeld mitgebracht werden. Weiteres Münzgeld ist auch hilfreich für eine Spende an den Probierstationen zur Deckung der Unkosten für das Essen. Für den größeren Hunger werden im Backhaus die Dünnele frisch gebacken und natürlich lädt auch die Museumsgaststätte Ochsen zur Einkehr ein.

Ab 13 Uhr können kleine und große Besucher Rübengeister schnitzen. Mit diesen ziehen die Kinder dann bei Anbruch der Dunkelheit gegen 17 Uhr im Museumsdorf von Haus zu Haus, wie zu alten Zeiten.

Der Verein für Pilzkunde Donau-Baar-Heuberg stellt an diesem Tag im Schafstall aus und lädt zum Entdecken der zahlreichen Arten ein. Wie duften Pilze, für was werden sie genutzt und wie sehen sie unter dem Mikroskop aus? Ein Pilzsachverständiger bietet auch fachkundige Beratung für selbst gesammelte mitgebrachte Pilze an.

Um 11 und 15 Uhr kann die Getreidemühle in Betrieb bestaunt werden. Von 13 bis 17 Uhr gibt es historische Handwerksvorführungen und um 14 Uhr geht die kleine Schweineherde zur historischen Schweinehut durchs Museumsdorf.

Auch während der Herbstferien hat das Museum noch geöffnet – allerdings ist der Einlass wegen der früh einsetzenden Dunkelheit ab 27. Oktober bis zum letzten Öffnungstag am 1. November nur bis 16 Uhr möglich. Dafür gibt es noch zwei Nachtführungen: Am Mittwoch, 28. und Donnerstag, 29. Oktober jeweils um 18 Uhr kann das Museum im Dunkeln erlebt werden. Die Führung entführt in eine Welt ohne Strom – also warme Jacke, gute Schuhe an und Augen auf! Die Führung kostet 12 €, Buchung unter www.freilichtmuseum-neuhausen.de oder telefonisch unter 07461 / 926 3200.

Dorfpolizist leitet die Kinder für den Rübengeisterumzug an.
Kinderumzug mit den frisch geschnitzten und erleuchteten Rübengeistern im Freilichtmuseum.

Das Saisonende wird am Sonntag, 1. November ab 14 Uhr mit stimmungsvoller Beleuchtung, Glühmost und frischen Waffeln eingeläutet. Danach legt sich der Winterschlaf über das Museumsgelände, bis das Museum zum Osterwochenende 2027 wieder erwacht. Saisonkarten für 2027 können bereits jetzt an der Museumskasse gekauft werden.