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Landwirtschaft im Wandel der Zeit – von Handarbeit zu Hightech

Am 7. Juni zischt, dampft und tuckert es im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck. Denn an diesem Tag dreht sich ab 11 Uhr alles um die Landwirtschaft und deren Entwicklung in den vergangenen 100 Jahren. Zu sehen sind die mühsame Handarbeit, zahlreiche Landmaschinen und viele Traktoren – vom Oldtimer bis hin zum modernsten Großmähdrescher. 

Gezeigt wird die Arbeit mit Pferden, ob auf dem Feld zum Mähen und Heuwenden oder für den Transport von Waren. Die Handarbeit war damals notwendig, so wurde das Heu mit dem Rechen zusammengetragen und auf Heinzen zum Trocknen aufgestellt. Auch mit der Sense wird an diesem Tag gearbeitet und wer mag, darf es auch mal selbst ausprobieren!

Doch die Technisierung kam – in den einen Dörfern früher als in den anderen - und schritt dann rasant voran. Traktoren von den 1950er Jahren bis hin zu heutigen modernen Fahrzeugen sowie weitere Landtechnik werden ausgestellt. Beeindruckend ist der nagelneue Großmähdrescher „CLAAS TRION 540“, der mit seinen gigantischen Ausmaßen klar vermittelt, wie effizient heute auf den Feldern gearbeitet wird. Eine Beteiligung als Teilnehmer an der Traktoren-Ausstellung ist noch möglich. Interessenten wenden sich an m.kopp@landkreis-tuttlingen.de.

Im Museum sind an dem Tag Bauern, Mägde und Knechte unterwegs und gehen ihrem Tagwerk nach. Auch die Handwerker sind im Dorf aktiv, der Wagner repariert Wagenräder und erstellt neue Rechen, an der Bandsäge wird Holz zersägt, in der Schmiede werden Reparaturen vorgenommen, und die historische Sackmalerin kennzeichnet die neuen Getreidesäcke der Bauern im Dorf. „Wir möchten zeigen, wie tiefgreifend sich die Landwirtschaft in nur wenigen Generationen verändert hat“, erklärt Museumsleiterin Vera Jovic-Burger.

Die kleinen Besucher haben am 7. Juni die Gelegenheit auszuprobieren, wie schwer Bauern früher arbeiten mussten. Dafür gibt es die „Stall- und Ackerspiele für Kinder“. Wer alle Stationen meistert, erhält eine Belohnung für die Schufterei!

Gastronomisch wird der Tag durch das Gasthaus Ochsen unterstützt, bei gutem Wetter ist der idyllische Biergarten geöffnet. Im Museumsgelände gibt es am historischen Backhaus die beliebten Dinnele und die Museumswurst. Weitere Stände im Gelände bieten Grillwurst, Schupfnudeln, Eis und noch einiges mehr.

Die Veranstaltung finde am Sonntag, 7. Juni von 11 bis 17 Uhr im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck statt, das Museum hat bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Informationen zum Museum und den Eintrittspreisen unter: www.freilichtmuseum-neuhausen.de.

Die schwäbisch-hällischen Schweine werden an diesem und auch sonst jeden Tag um 14 Uhr in Begleitung der Besucher zur historischen Schweinehut durch das Museumsdorf getrieben, dazu gibt es spannende Informationen über die Tiere.

INFO

Das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck, getragen vom Landkreis Tuttlingen, ist eines von sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg. Es umfasst ein 18 Hektar großes Gelände im Naturpark Obere Donau.

Das im Juni 1988 eröffnete Museumsdorf wird alljährlich in der siebenmonatigen Saison von April bis November von über 80.000 Gästen besucht. Die derzeit 25 historischen Gebäude stammen aus den Regionen Schwäbische Alb, Schwarzwald, Hegau, Baar, Oberer Neckar und Bodensee.